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Mittwoch, 21. März 2012

Die Deutsche Bank - Eine Volkerrechtsverletzende Institution

Im Mai 2011 erklärte Joseph Ackermann, die Deutsche Bank wird in Zukunft auf Geschäfte mit Streubombenherstellern verzichten. Dies sagte er auf die Frage von Branislav Kapetanovic, den eine Streubombe verstümmelte, warum die Deutsche Bank immer noch die Bombenherstellung finanzierte. Im November veröffentlichte die Bank dann eine Erklärung mit dem Versprechen, diese Arten von Geschäftsbeziehungen einzustellen. Ackermann bestätigte dies noch einmal Anfang 2012. Soweit alles schön und gut, aber wieso bewilligt die Bank kurz nach Ackermanns Auftritt  einen Kredit an ein Amerikanisches Rüstungsunternehmen (L-3 Communications)? Und warum legen dann Tochterfirmen der Deutschen Bank und deren Investmentfonds ihr Geld in verschiedenen Rüstungsunternehmen an?
Dies alles dementiert die Bank natürlich. So wird argumentiert, dass L-3 Communications keine Streubomben mehr herstellt, was wiederum von unabhängigen Experten bestritten wird. Allein die Investition in Hersteller solcher Streubomben ist eine Unterstützung derselben und führt somit zu mehr und mehr Todesopfern (bereits 100 000) durch diese Sprengkörper. Dies scheint für die Bank irrelevant zu sein, geht es doch allein ums Kapital und dessen Akkumulation. 
94 Staaten haben 2008 einen Vertrag unterzeichnet, der die Produktion, den Verkauf und den Einsatz von Streubomben untersagt und als Völkerrechtsverletzung klassifiziert, u.a. auch Deutschland. Es verwundert in keinster Weise, dass Amerika nicht zu den beteiligten Staaten gehörte. SPD, Linkspartei und Grüne haben einen Antrag gestellt, der deutschen Unternehmen nun auch Investitionen in Sprengbomberhersteller untersagt. Darüber wird diese Woche noch im Bundestag abgestimmt, allerdings wird der Antrag wohl durch die Regierungskoalition abgelehnt werden, da diese ein gesetzliches Verbot solcher Investitionen ablehnen. Bestimmte Formulierungen, die man der Regierung jetzt nachsagen könnte, erspare ich mir hier. Viel mehr wird an diesem Fall deutlich, welch unmenschliche Dimensionen der Kapitalismus angenommen hat.


Übrigens:
Attac hat gerade eine Kampagne mit dem Namen "Krötenwanderung" laufen. Das Ziel ist, dass zunehmend mehr Menschen, ihr Geld zu Banken bringen, die unter ethischen Gesichtspunkten wirtschaften. Eine gute Sache oder. Schaut selbst unter: http://www.attac.de/aktuell/bankwechsel/einfuehrung/